Gesundheit

Mit Lebensmitteln Schmerzen lindern

Nicht bei jedem Schmerz muss gleich zur chemischen Keule gegriffen werden. Arzneimittel wirken zwar oft schnell und zuverlässig, können jedoch gleichzeitig den Körper schädigen. Oft treten Nebenwirkungen auf, die dann mit anderen Medikamenten wieder gehemmt werden müssen, was dazu führen kann, dass man mehrere Arzneimittel einnehmen muss. Eine gesunde Ernährung hingegen hat keine Nebenwirkungen und kann ebenfalls Schmerzen beheben und Entzündungen hemmen.

Schmerzmittel 6-Gingerol

Der in Ingwer enthaltene Scharfstoff 6-Gingerol ist ein wahres Wundermittel. Er wirkt nicht nur gegen Schmerzen, sondern auch gegen Entzündungen und Übelkeit. Zusätzlich hemmt es den Krebs, reguliert den Blutzucker und schützt das Herz. Besonders gut eignet sich die Einnahme des 6-Gingerol bei Erkältungen, aber auch bei Menstruationsbeschwerden und Schmerzen durch Arthritis.

Am Wirksamsten ist es, wenn der Ingwer roh gegessen wird. Er kann jedoch auch mit heißem Wasser übergossen und als Tee getrunken werden. In Smoothies gibt geriebener Ingwer eine gewisse Schärfe.

Wer Ingwer nicht mag, aber trotzdem von dessen positiver Wirkung profitieren möchte, kauft sich Kapseln mit Ingwerextrakten. Diese enthalten bis zu 20 % Gingerol. Vorsicht ist jedoch bei Bluthochdruck oder vor Operationen geboten. Das Gingerol kann bei hoher Dosierung den Blutdruck steigen lassen und das Blut verdünnen. Wer da Bedenken hat, sollte vorher mit einem Arzt darüber reden.

Krampflösendes Magnesium

Magnesiummangel gehört zu den häufigsten Mangelerscheinungen. Dabei gibt es viele Lebensmittel, die dieses Mineral enthalten. Magnesium lindert nicht nur Schmerzen, es ist krampflösend und entzündungshemmend.

Besonders viel Magnesium ist in Bananen enthalten. Um damit jedoch den empfohlenen Bedarf abzudecken, müsste man täglich sechs Bananen essen. Zum Glück gibt es weitere Lebensmittel, die ebenfalls Magnesium enthalten. Dazu gehören: Brokkoli, Vollkornbrot, Sesam, Naturreis, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kartoffeln, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Makrelen und Kakao.

Wem es schwerfällt, mit der Nahrung seinen Magnesiumbedarf zu decken, kann auch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. Magnesium gibt es als Pulver und Tabletten. Bei den Schüssler-Salzen hat es die Bezeichnung D7. Eine Überdosierung mit Magnesium ist nicht möglich, da der Körper den überschüssigen Anteil einfach abführt. Dies kann schlimmsten Falls zu Durchfall führen.

Schwefelhaltige Lebensmittel

Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil für unseren Körper und muss über die Nahrung aufgenommen werden. Es hilft unter anderem bei chronischen Schmerzen, ist entzündungshemmend und unterstützt eine gesunde Haut.

Besonders viel Schwefel ist in Knoblauch und Zwiebeln enthalten, weshalb sie auch solch einen starken Eigengeruch besitzen. Des Weiteren ist Schwefel in Raps, Senf und Brokkoli, sowie in eiweißhaltigen Lebensmitteln enthalten.

Bei Schwefelunterversorgung unterstützt das MSM. Hilfe bei Schmerz, Entzündung und Allergie findet man mit diesem Nahrungsergänzungsmittel. Das MSM gibt es als Kapseln, Tabletten, in Pulverform und als Salben. Bei zu hoher Dosierung können Übelkeit, Hautreizungen und Kopfschmerzen auftreten. Eine lebensgefährliche Überdosierung ist jedoch kaum möglich, da man dafür einen Kilo MSM aufnehmen müsste.

Omega-3 Fettsäuren bei Schmerzen

Den Omega-3 Fettsäuren werden viele positive Eigenschaften zugeschrieben. Unter anderem soll es entzündungshemmend sein und rheumatische Schmerzen lindern.

Am sinnvollsten ist es, die Omega-3 Fettsäuren über Lebensmittel zu sich zu nehmen. Besonders viel befindet sich in Chiasamen, Leinsamen, Raps und Walnuss, die als Öle eine besonders hohe Konzentration aufweisen. Bekannt ist, dass vor allem Fische Omega-3 enthalten. Besonders gesund sind Thunfisch, Makrele, Hering, Sprotte und Lachs. Ohnehin ist der regelmäßige Verzehr von Fischen gut für den Körper. Mindestens einmal in der Woche sollte er auf dem Speiseplan stehen.

Omega-3 gibt es auch als Nahrungsergänzungsmittel. Bekannt sind vor allem die Fischölkapseln. Es ist jedoch umstritten, dass sie eine gute Wirkung zeigen. Oft enthalten sie nur sehr wenig Omega-3. Trotzdem ist eine Überdosierung mit Fischölkapseln möglich, da ohne zusätzliche Antioxidantien zellschädigende Stoffwechselprodukte entstehen können.

Eine Überdosierung mit Omega-3 Fettsäuren, die durch Lebensmittel eingenommen werden, ist hingegen nicht möglich.