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Etikette und Blumen: Was ist zu beachten?

Blumen gehören zu den Grundpfeilern der menschlichen Kulturgeschichte. Als natürliche Schmuckstücke von zeitlosem Wert hatten sie in jeder Epoche ihre Bedeutung. An der Art der Blumen, die in einer bestimmten Ära bevorzugt werden und über die damit verbundene Etikette ließ sich vieles über den Zeitgeist und das Zusammenleben der Menschen aussagen. Viele Menschen sind heute unsicher, wie es aktuell um die blumige Etikette bestellt ist. Hier sorgen wir für Abhilfe und erläutern, wie jeder Einzelne zielsicher die Blumen für sich sprechen lassen kann.

Vorsicht mit der Liebe

Der Regionsflorist ist gefunden und man macht sich bereit für den Kauf. Nun sollte bedacht werden, dass jede Blume für sich bestimmte Bedeutungen transportiert. Markant ist beispielsweise, dass die Rolle von Blumen als Liebesbotschaft und Liebesbeweis in unserer Kultur im Denken der Menschen am präsentesten ist. Das heißt, wer hier zu plump auftritt oder ungewollt die falschen Assoziationen weckt, kann mindestens Irritationen auslösen.

Rote Rosen gelten dabei als Liebesblumen schlechthin. Aber auch mit roten Tulpen, Orchideen, Fresien und der Amaryllis lässt sich ein solcher Eindruck erwecken. Sind tatsächlich Liebesgefühle im Spiel, können die entsprechenden Blumen tiefgründig dosiert werden. Dies schwächt die Liebesbotschaft ab und sorgt für eine geheimnisvolle Subtilität. Übrigens: Eine Bestellung direkt in den Niederlanden ist möglich, auf dieser Webseite bei Regiobloemist.nl!

Nicht ins Fettnäpfchen treten

Doch nicht nur die Liebe bietet ein reich gedecktes Reservoir an Fettnäpfchen. Auch andere Gefühle sind fest mit Blumen verbunden. Eine Nelke im intensivsten Gelb symbolisiert zum Beispiel den Neid und kann durchaus Antipathien gegenüber dem Beschenkten ausdrücken. Die weiße Lilie steht ähnlich wie das Veilchen wiederum für Keuschheit, Unschuld und Jungfräulichkeit. Sie sollte also nicht vergeben werden, wenn die Beschenkte bereits in einer festen Beziehung steht.

Die Osterglocke wiederum ist zwar eine wunderschöne Blume, kann allerdings wegen ihres Zweitnamens Narzisse durchaus als Kritik am Beschenkten aufgefasst werden. Dasselbe gilt für die Hortensie, die mit einem gewissen Stolz verknüpft werden kann. Weiße Blumen wie insbesondere die Callas, Lilien, Hortensien, Astern und Chrysanthemen gelten hingegen als typische Trauerblumen. Auch dies sollte beachtet werden, um zu heiteren Anlässen nicht die Fröhlichkeit zu trüben. Der aktuelle Trend bei Blumen geht zur Natürlichkeit, wahrscheinlich als Korrektiv, um der Künstlichkeit des Digitalzeitalters etwas entgegenzusetzen.

Wie halte ich es mit dem Aberglauben?

Mit Aberglaube ist es so eine Sache. Kaum ein Mensch würde gern zugeben, abergläubisch zu sein, aber ein größerer Teil von Menschen kann sich von solchen Gefühlen nicht freimachen. Das heißt, auch wer selbst von sich sagt, nicht abergläubisch zu sein, kann ungewollt getriggert werden. Dies gilt es zu bedenken, wenn die Anzahl der Blumen ungerade ist oder, noch „gefährlicher“, der Unglückszahl 13 entspricht.

Der Duft der Blumen

Der Duft gehört bei der Blumensprache dazu und unterstreicht den optischen Gesamteindruck. Im privaten Rahmen ist ein intensiver Duft also in Ordnung, wenn er zu der Beschenkten passt. Ist die Blume allerdings für das Krankenzimmer im Spital oder für das Büro gedacht, kann ein intensiver Eigengeruch als unangenehm empfunden werden, selbst wenn die Beschenkte dem Duft positiv gegenübersteht.

Tipps, um den Strauß würdig zu überreichen

Blumen werden mit der linken Hand überreicht, weil diese nach der Etikette von Herzen kommt. Auch wenn die andere Regel aus dem Blumen-Knigge nicht mehr uneingeschränkt Gültigkeit hat, dass stets der Mann der Frau die Blumen überreicht, so trifft sie in der Tendenz durchaus noch zu. Ansonsten werden die Blumen vor der Überreichung ausgepackt. Lediglich repräsentative Bestandteile wie die Manschetten, welche die Blütenpracht nicht überdecken, werden mit dem Blumenstrauß übergeben.

Der Umwelt zuliebe

Der grüne Zeitgeist hat auch die Floristik erreicht und zu neuen Trends geführt. Der eine Trend basiert auf saisonalen und heimischen Blumen. Dies vermeidet längere Transportwege, welche die Umwelt belasten. Ebenfalls dem Umweltschutz geschuldet ist der weitgehende Verzicht auf Folien und Plastik bei der Verpackung. Stattdessen werden die Blumen heute in Papier eingewickelt, das natürlich vor dem Überreichen entfernt werden sollte.